• Übersicht / Einleitung

    Eine Trinkwasserdesinfektion ist erforderlich, wenn eine Überschreitung des technischen Maßnahmewert gegeben ist. Dabei sind einige entscheidende Desinfektionsmethoden möglich, aber auch mit unterschiedlichem Erfolg.

    Auf den nachfolgenden Seiten erläutern wir verschiedene Trinkwasser-Desinfektionen.

    Um ein Trinkwassersystem nachhaltig zu sanieren und ein Gesundheitsrisiko durch Legionellen oder Verkeimungen in der Trinkwasserinstallation dauerhaft zu vermeiden, existieren eine Vielzahl von Schutzvorkehrungen und Vorgehensweisen. Die einzelnen Schutzvorkehrungen können jedoch nicht als Insellösungen funktionieren. Sie sollten als eine Gesamtheit gesehen werden, die auf die jeweilige Trinkwasserinstallation individuell abgestimmt werden muss.

    Denn nur mit der richtigen Auswahl von Maßnahmen und zeitlichen Abläufen kann eine Sanierung auch nachhaltigen Erfolg bringen.

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  • Thermische Desinfektion

    Kurzfristig wird die Temperatur des Warmwasserspeichers erhöht, um eine thermische Desinfektion zu erzielen. Diese Vorgehensweise ist meist für das Material schädlich, da hohe Temperaturen nicht verträglich sind (z.B. verzinkter Stahl). Der vorhandene Biofilm, von diesem sich Legionellen ernähren, wird nicht abgebaut oder zerstört. Legionellen sollen bei der thermischen Desinfektion abgetötet werden, Untersuchungen haben allerdings nachgewiesen, dass diese Form der Desinfektion nicht nachhaltig ist. thermische-desinfektion
    Bei Nachuntersuchungen ist es möglich, dass Legionellen wieder im System nachgewiesen werden.

    Legionellen werden bei einer Temperatur von mehr als 70 °C größtenteils abgetötet. Wäh­rend der thermischen Desinfektion wird der Warmwasserbereiter und möglichst das gesamte Lei­tungs­netz – inklusive der Entnahmearmaturen –  für mindestens drei Minuten auf mehr als 70 °C erwärmt.

    Eine periodische Desinfektion (Legionellenschaltung der Regulierventile innerhalb der Zirkula­tions­leitung, üblicherweise 1 × pro Woche) bei vollem Desinfektionsvolumenstrom mit anschließender Küh­lung durch nachströmendes Kaltwasser, lässt eine sichere, legionellenfreie Versorgung von Warm­wasserverteilungssystemen zu. Allerdings bereitet der – je nach Region ab 60 °C entstehende – Ausfall von Kalk im Leitungsnetz große Probleme, abhängig vom verwendeten Rohrwerkstoff und vom Härtegrad des Frischwassers. Als besonders problematisch erwiesen sich die früher verwen­deten Eisenwerkstoffe.

    Die thermische Desinfektion erfasst naturgemäß nur das Warmwassernetz für das Frisch­wasser. Legionellen können sich aber auch massiv im Kaltwasser vermehren, weil in modernen beheizten Gebäuden das Leitungsnetz für das Kaltwasser auf über 20 °C ansteigen kann. Liegen zusätzlich bauliche Mängel vor (z.B. zu groß dimensionierte Leitungsrohre, Verlegung in Versorgungssträngen mit schlecht isolierten Warmwasserleitungen oder Heizungs­roh­ren) kann die Kaltwassertemperatur auf über 25 °C ansteigen.

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  • Druckluft-Impulsspülung

    Ein sehr aufwendiges Verfahren, in dem mit Impuls-Druck, Luft in das vorhandene Rohrleitungssystem gebracht wird. Durch diese Druckstöße wird der Biofilm gelöst und ausgespült. Bevor diese Art der Desinfektion durchgeführt wird, muss das Leitungsnetz auf Kalk und Korrosion geprüft werden. Unter Umständen ist diese Desinfektion auf Grund von zu hohen Kalkbefall und Korrosion in der Leitung nicht möglich. Auch das Leitungsmaterial ist unter Umständen für eine Druckluft-Impulsspülung nicht verträglich.

    Der Abbau des Biofilms und Beseitigung von Legionellen ist möglich.

    Die Trinkwasserleitungen werden mit einem Gemisch aus Druckluft und Wasser gespült. Diese Mischung schießt mit hohem Druck und hoher Geschwindigkeit durch die Leitungen. Hierdurch wird die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers erhöht und es entstehen Turbulenzen welche Biofilme und Ablagerungen lösen und aus den Wasserleitungen ausspülen.

    Das Rohrleitungsnetz muss im Vorfeld auf Kalkablagerungen geprüft werden. Es besteht die Möglichkeit, dass vorhandener Kalk durch die Druckluftimpulsspülung, die Rohrleitungen verstopfen.

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  • Chemische Desinfektion

    Die chemische „Keule“ war in der Vergangenheit ein sehr umstrittenes Thema. Es wurden Desinfektionsmittel zum Einsatz gebracht, diese teilweise giftig waren, so dass Betriebsunterbrechungen stattfinden mussten. Die Materialien der Trinkwasserinstallation wurden teilweise angegriffen. Der Biofilm wird abgelöst und zerstört, Legionellen und Bakterien abgetötet. Ob die abgetöteten Bakterien bzw. Legionellen, oder der gelöste Biofilm aus dem Trinkwassernetz entfernt, bzw. ausgespült ist, ist unklar.
    Auf dem Markt der chemischen Desinfektion hat sich ein chemisches Desinfektionssystem bewährt, dieses ohne Betriebsunterbrechung bzw. Nutzungseinschränkung, Erfolg zeigt. Das Desinfektionsmittel ist im neutralen PH-Bereich, so dass Materialschäden vermieden werden. Das Desinfektionsmittel ist resistent gegen Erwärmung, so dass keine Desinfektionsminderung im Warmwasserbereiter entsteht. Auf Grund der Zusammensetzung des Desinfektionsmittels ist keine Betriebsunterbrechung bzw. Nutzereinschränkung erforderlich. Die Kombination mit dem Desinfektionsmittel und dem Einsatz eines speziellen Ultrafilters, garantiert, dass der gelöste Biofilm, abgetötete Bakterien und Legionellen sicher aus dem Trinkwassernetz entfernt werden. Besonders nachhaltig und effektiv gelingt die Desinfektion mit Chlordioxidsystemen oder Natriumhypochloridsystemen. Sicher und wartungsarm wird das hochwirksame Desinfektionsmittel vollautomatisiert in das Wassersystem vor Ort einge­speist. Auch der in Rohren festgesetzte Biofilm wird dabei effektiv gelöst und ggf. durch Ultra­filtration ent­fernt. Im Gegensatz zu elementarem Chlor baut Chlordioxid seine Desinfektionswirkung nicht mit stei­gen­dem pH-Wert ab und ist bei geringer Konzentration sehr wirksam. (News-Artikel lesen) >>>

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  • Ultrafiltration

    ultrafiltration-1Bei der Ultrafiltration werden die Erreger mechanisch aus dem Wasser entfernt. Die Module bestehen aus gebündelten, an beiden Enden in Hüllrohre eingegossene schlauchförmige Ultrafiltrations-Membranen. Die Porenweite der Membran beträgt 0,01 bis 0,05 µm, so dass Legionellen mit ihrem Durch­messer von etwa 0,5 – 0,8 µm mechanisch herausgefiltert werden.

    Um die Trennwirkung zu erreichen, wird das Wasser durch die Wandung der Mem­bran­kapillare nach außen geleitet. Durch das umgebende Hüllrohr des Moduls wird das Reinwasser aufgefangen und als bakterienfreies und virenarmes Wasser durch den seitlichen Anschluss zum Versorgungssystem ge­leitet. Das Gerät wird regelmäßig automatisch rück­gespült (mindestens alle 24 h) und muss einmal jährlich gewartet werden.

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  • Legionellenschutz-Anlage

    Die Desinfektion einer Trinkwasseranlage ist eine Möglichkeit, das Trinkwassersystem zu bereinigen. Wie in unseren aufgeführten Möglichkeiten Trinkwasserdesinfektion (Link) beschrieben,sind diese Maßnahmen teilweise kurzfristig und nicht nachhaltig. Zumal der Einsatz von chemischen Mitteln umstritten ist.
    Nach erfolgter Desinfektion, wird die entsprechende Anlage zurückgebaut bzw. die Temperaturen betriebsgemäß eingeregelt und damit der ursprüngliche Zustand der Trinkwasseranlage wieder hergestellt.
    Das Trinkwassernetz ist wieder Bakterien oder Legionellen ausgesetzt. Erneute Bioflimbildung ist möglich. Das Trinkwassersystem verkeimt erneut. Die Desinfektionsmaßnahme muss evtl. wiederholt werden.
    Die entstehenden Kosten sind immens.

    Wir bieten die Trinkwasserdesinfektion an, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Allerdings empfehlen wir die chemiefreie WoL-Legio-Anlage (Legionellenschutz-Anlage) um dauerhaft und nachhaltig,
    das Trinkwassernetz frei von Legionellen zu halten. Zumal die Investitionskosten in etwa gleich hoch einer Desinfektionsmaßnahme sind.

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