Gefährdungsanalyse – Legionellen im Trinkwasser

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Ist der Grenzwert im Untersuchungsergebnis der Trinkwasserbeprobung überschritten, ist gemäß §16 Absatz 7 Nummer 2 TrinkwV 2001 die Erstellung einer Gefährdungsanalyse notwendig.  Mit der Neuregelung durch die „Zweite Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung“ wurden die Pflichten der Hausverwalter, der Unternehmer oder sonstigen Inhabers bei Überschreitung des technischen Maßnahmewertes für Legionellen im Trinkwasser festgelegt.

Was ist unter einer Gefährdungsanalyse lt. Trinkwasserverordnung zu verstehen?

Wesentliche Voraussetzung für eine Gefährdungsanalyse im Bereich Trinkwasser, ist eine Ortsbesichtigung als Bestandteil der Ursachenaufklärung.

Eine Gefährdungsanalyse Trinkwasser soll Ihnen eine konkrete Feststellung der planerischen, bau- oder betriebstechnischen Mängel einer Anlage liefern. Darüber hinaus soll sie darin unterstützen, notwendige Abhilfemaßnahmen zu identifizieren und Ihre zeitliche Priorisierung unter Berücksichtigung der Gefährdung der Gesundheit der Nutzer festzulegen.

Ist das Trinkwasser durch Legionellen beeinträchtigt, muss ein Sachverständiger vor Ort die Einhaltung der anerkannten Regeln der Technik prüfen. Der Sachverständige wird vor Ort die hygienischen- und technischen Schwachpunkte der Trinkwasserinstallation aufdecken und Maßnahmen aufzeigen, so dass der Unternehmer oder sonstige Inhaber (UsI) wieder einen regelkonformen Betrieb der Trinkwasser-Installation herstellen kann.

Grundlage der Gefährdungsanalyse

Der Gefährdungsanalyse liegen die Anforderungen der Trinkwasserverordnung sowie die allgemein anerkannten Regeln der Technik zugrunde. Insbesondere:

  • das DVGW-Arbeitsblatt W 551
  • der DVGW-Hinweis W 1001
  • die VDI-Richtlinie 6023

pdf-iconUBA-Empfehlung Durchführung einer Gefährdungsanalyse (PDF Download)

 

Neben der Erstellung einer Gefährdungsanalyse (Trinkwasser) sind die Pflichten im Einzelnen:

  • Meldung der Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes an das zuständige Gesundheitsamt
  • Einschränkungen der Verwendung des Trinkwassers muss den betroffenen Verbrauchern unverzüglich mitgeteilt werden
  • Die Erstellung einer Gefährdungsanalyse nach TrinkwV und den Empfehlungen des UBA durch sachkundige, gemäß VDI-Richtlinie 6023 geprüfte Person
  • Unverzügliche Durchführung von Gesundheitsschutz/Verbraucherschutz Maßnahmen nach DVGW-Arbeitsblatt W551
  • Umgehende Mitteilung an die zuständige Behörde über ergriffene Maßnahmen und Durchführung der Nachbeprobung in der vorgegebenen Frist
  • Informations- und Dokumentationspflichten gegenüber Behörden und Nutzern
  • Alle Aufzeichnungen, Untersuchungen und Maßnahmen müssen dokumentiert und zehn Jahre archiviert werden

Als mögliche Ursachen für eine Grenzwertüberschreitung im Trinkwasser kommen in Betracht:

  • Fehlende Wartungen in der Warmwasserinstallation
  • Unzureichende Isolierung der Warm- und Kaltwasserleitungen
  • Totleitungen
  • Stagnationsleitungen
  • Kein hydraulischer Abgleich
  • Fehlende Zirkulation
  • Zu große Speicher- Leitungsvolumen
  • Keine Enthärtung des Trinkwasser
  • Keine regelmäßige Wasserentnahme, Stagnation
  • Die allgemein anerkannten Regeln der Technik werden nicht eingehalten
  • uvm.

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